EU-geförderte, regionale Projekte (Auswahl)

Strategische Partnerschaft Erasmus+ - Projekt zwischen Deutschland und Spanien

„Hier sind wir! - ¡Aquí estamos!“ ist ein Erasmus+ Projekt zwischen Oldenburg und El Puerto de Santa Maria, einer Hafenstadt im Süd-Westen Spaniens.

Bei dem Projekt geht es darum arbeitslose Jugendliche zu unterstützen, die eine Ausbildung oder einen Job suchen. In Deutschland liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei knapp 6,2 %. In Spanien sieht das leider nicht so gut aus. Dort hat die Jugendarbeitslosigkeit 34,1 % erreicht. Der EU-Durchschnitt liegt zurzeit bei 15,2 %.

Um die Chance auf eine Arbeitsstelle oder einen Ausbildungsplatz zu erhöhen, werden während des Projekts von allen Teilnehmer*innen Bewerbungsvideos gedreht. Im Vorfeld lernen die Jugendlichen in Workshops, welche Rolle ihre Körpersprache und ihr Auftreten bei Bewerbungen spielt. So treten die Jugendliche viel sicherer vor die Kamera und präsentieren sich deutlich selbstbewusster als noch vor dem Projekt.

Gefördert wird das Projekt durch das EU-Programm Erasmus+, um genauer zu sein, durch die Leitaktion 2 (Key Action 2) von Erasmus+. Der Unterschied zu den anderen Leitaktionen (bspw. werden „Jugendbegegnungen“ immer aus Leitaktion 1 gefördert) ist eine geplante Langfristigkeit zwischen den Projektpartnern. Es steht neben den Inhalten der konkreten Projekte immer auch die Vernetzung zwischen Europäischen Partnerorganisationen und die nachhaltige Wirkung der Projektarbeit im Vordergrund.

Das Rahmenprogramm ERASMUS+ (2014-2020)

EU-Förderprogramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (2014-2020)

Gesamtbudget: 14,8 Mrd. EURO; davon ca. 1,4 Mrd. EURO für für Projekte im Bereich des nicht formalen und informellen Lernens

Teilnahmeberechtigte Länder: 34 Programmländer sowie „Partnerländer der Welt“

Leitaktion 2: „Strategische Partnerschaft“ zum Austausch guter Praxis, bei denen die Vernetzung der Partner untereinander und das Peer Learning im Zentrum stehen. 

Gesamtdauer pro Projekt 1 - 2 Jahre

Freiwillig auf Chios – eine Insel zur Heimat machen

Mein Name ist Julia und ich komme aus dem Norden Deutschlands. Nach meinem Abitur wollte ich nicht direkt mit dem Studieren beginnen, sondern einige Erfahrungen im Ausland sammeln: eine neue Sprache lernen, neue Leute aus verschiedenen Ländern kennenlernen, über meine Berufsentscheidung nachdenken und gleichzeitig anderen Menschen helfen.

Dieses Projekt auf der Insel Chios in Griechenland hörte sich so perfekt an: TES - „Technology, Education, Sports“. Ein Projekt mit Kindern UND Computern UND Sport in einem der schönsten und sonnigsten Orte Europas.

Als ich eine Zusage für dieses Projekt bekommen hatte, ging für mich ein Traum in Erfüllung. Für ein Jahr – von August 2017 bis August 2018 würde ich in diesem Projekt arbeiten. Und auch jetzt, nach sieben Monaten auf Chios, kann ich manchmal noch nicht glauben, dass ich wirklich hier bin. Wie ich diesen Ort nun beschreiben würde? Ich bin umgeben von den wunderschönen Mastixbäumen, umgeben von lebensfrohen Menschen und umgeben von motivierten anderen jungen Freiwilligen aus ganz Europa.

Unsere Organisation „TES-Hienet“ hat Kooperationen mit einigen Kindergärten und Grundschulen, in denen wir Freiwilligen als Unterstützung der Lehrer arbeiten. Im Sommer, wenn die Kinder Ferien haben, organisieren wir Freizeitaktivitäten für diese. Neben unserer Arbeit haben wir auch die Möglichkeit, mit dem Segelboot der Organisation das Segeln zu lernen, wodurch wir viele neue Strände und Inseln entdecken. Außerdem arbeiten wir auf verschiedenen Internetseiten, die von den Freiwilligen selbst erstellt wurden; wir haben beispielsweise ein Internetradio und eine Lernplattform für Kinder. Manchmal erstellen wir auch Videos, zum Beispiel für die zukünftigen Freiwilligen, um unsere Arbeit vorzustellen, oder wir präsentieren einfach nur Themen, die uns interessieren.

In unserem letzten Videoprojekt, mit welchem wir an dem Medea – Wettbewerb teilnehmen, haben wir uns damit beschäftigt, was es für uns bedeutet, ein zu Hause zu haben. In dem Video „HOME“ beschreiben wir, was eine Heimat für uns persönlich ist. Besonders in diesem Freiwilligendienst, in dem wir für eine längere Zeit in einem anderen Land leben, ist dieses Thema schon in vielen unserer Gespräche vorher präsent gewesen. Wir wollen auch andere dazu anregen, über ihre Heimat oder ihr zu Hause nachzudenken und dazu motivieren, anderen Menschen ein Gefühl von Heimat zu geben. 

Auch hier auf der Insel Chios fühle ich mich mittlerweile wie zu Hause. Mit jedem Tag verstehe ich sowohl die Sprache als auch die Kultur und die Menschen Griechenlands besser. Vor mir habe ich nun weitere – hoffentlich genauso schöne – fünf Monate. Das Wetter ist auf jeden Fall schon wieder vielversprechend: überall blüht es, die Sonne scheint und die Wolken verschwinden langsam vom Himmel. So stelle ich mir den wahren Frühling vor!

Das Rahmenprogramm ERASMUS+ (2014-2020)

EU-Förderprogramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (2014-2020)

Teilnahmeberechtigte Länder: 33 Programmländer sowie benachbarte Partnerländer

Leitaktion 1: "Lernmobilität von Einzelpersonen"

Hier: Europäischer Freiwilligendienst (EFD)

Teilnahmevoraussetzungen:

Alter: 17 - 30 Jahre

Gesamtdauer pro Vorhaben: Zwei Monate bis zu einem Jahr

Förderung: Reisekosten, Unterbringungs- und Verpflegungskosten, Taschengeld, Versicherung, Sprachkurs sowie Begleitseminare werden von der EU finanziert.

Kurzzeitfreiwilligendienst im Rahmen der „XXI World Transplant Games“

Die Weltspiele der Transplantierten sind ein internationales Sportevent für transplantierte Athleten, die alle zwei Jahre zusammenkommen, um sich in unterschiedlichen Sportarten wie bspw. Leichtathletik, Schwimmen oder Tischtennis zu messen. Dieses Jahr findet die Olympiade vom 25.06. – 02.07.2017 in Málaga, Spanien statt
(Link: wtgmalaga2017.com/en/the-games/ ).

Unterstützt und möglich gemacht wird die Olympiade u. a. durch die vielen freiwilligen Helfer vor Ort in Málaga, aber auch in den über 55 beteiligten Ländern.

Auch etliche Freiwillige, die im Rahmen des Europäischen Kurzzeitfreiwilligendienstes gefördert werden, unterstützen die Olympiade tatkräftig. Die Teilnehmer*innen kommen aus insgesamt sechs EU-Ländern, darunter sind auch drei Jugendliche aus Deutschland für die der Verein Jugendkulturarbeit e.V. mit Sitz in Oldenburg (Link: www.jugendkulturarbeit.eu/evs ) als betreuende und entsendende Einrichtung tätig ist.

Bei einem ersten Treffen in Oldenburg lernten sich die drei Teilnehmerinnen kennen und hatten bereits die Aufgabe die Olympiade in Málaga zu bewerben und eine kleine Aufklärungskampagne über Organspende und Transplantationen zu starten.

Der Aufgabenbereich während der Olympiade ist sehr vielfältig: von der Organisation verschiedener Events über Kinderbetreuung bis hin zu Übersetzungsaktivitäten sowie der Unterstützung bei Ausflügen und Besichtigungen werden viele helfende Hände gesucht.

Im Anschluss ist ein erneutes Treffen in Oldenburg geplant, bei dem die Teilnehmerinnen über ihre Erfahrungen berichten.

 

 

Das Rahmenprogramm ERASMUS+ (2014-2020)

EU-Förderprogramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (2014-2020)

Teilnahmeberechtigte Länder: 33 Programmländer sowie benachbarte Partnerländer

Leitaktion 1: "Lernmobilität von Einzelpersonen"

Hier: Europäischer Freiwilligendienst (EFD)

Teilnahmevoraussetzungen:

Alter: 17 - 30 Jahre

Gesamtdauer pro Vorhaben: Zwei Wochen bis zwei Monate

Förderung: Reisekosten, Unterbringungs- und Verpflegungskosten, Taschengeld, Versicherung, Sprachkurs sowie Begleitseminare werden von der EU finanziert.

Vorteil beim Kurzzeitfreiwilligendienst: Man hat im Anschluss noch die Möglichkeit einen sog. „Langzeitfreiwilligendienst“ bis zu 12 Monaten zu absolvieren. Umgekehrt ist es jedoch nicht möglich.


Nach der Schule ins Ausland?! Der Europäische Freiwilligendienst macht es möglich

Amrei Hatzler aus Oldenburg hat sich diesen Traum erfüllt und arbeitet als Freiwillige für ein Jahr in einem Puppen-Theater in Petrinja, einer Stadt mit 25.000 Einwohnern, in Kroatien.

Gefördert wird der Aufenthalt über den Europäischen Freiwilligendienst (EFD) im Rahmen von ERASMUS+ (Link EFD: https://www.go4europe.de/). Der EFD bietet jungen Menschen von 17 bis 30 Jahren die Möglichkeit, in einem gemeinnützigen Projekt im europäischen Ausland zu arbeiten. Die Jugendlichen lernen ein fremdes Land, eine andere Kultur und neue Leute kennen und verbessern nebenbei noch die eigenen Sprachkenntnisse. Darüber hinaus kann der EFD persönliche wie auch berufliche Orientierung geben.

 

Wie funktioniert der EFD in der Praxis?

Amrei hat sich zunächst an den Verein für Jugendkulturarbeit in Oldenburg (Link: http://www.jugendkulturarbeit.eu/evs ) gewandt, der im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes als Entsende-, Aufnahme- und Koordinierende Organisation anerkannt ist.

Jugendkulturarbeit ist daraufhin mit der „Partnereinrichtung“ (Aufnahmeorganisation) in Petrinja in Kontakt getreten und hat sich im Vorfeld um sehr viele organisatorische und verwaltungstechnische Dinge gekümmert, die letztendlich zu Amreis „Entsendung“ sowie ihrem Freiwilligendienst in Kroatien führten.

Nun ist Amrei bereits über acht Monate in Kroatien und hat dort während dieser Zeit so einiges erlebt. Einen kleinen Einblick über Amreis Tätigkeit in Petrinja enthält der Bericht zum Download.

 

Das Rahmenprogramm ERASMUS+ (2014-2020)

EU-Förderprogramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (2014-2020)

Teilnahmeberechtigte Länder: 33 Programmländer sowie benachbarte Partnerländer

Leitaktion 1: "Lernmobilität von Einzelpersonen"

Hier: Europäischer Freiwilligendienst (EFD)

Teilnahmevoraussetzungen:

Alter: 17 - 30 Jahre

Gesamtdauer pro Vorhaben: Zwei Monate bis zu einem Jahr

Förderung: Reisekosten, Unterbringungs- und Verpflegungskosten, Taschengeld, Versicherung, Sprachkurs sowie Begleitseminare werden von der EU finanziert.


Multilaterale Studienreise für Fachkräfte der Jugendarbeit

Multilaterale Studienreise für Fachkräfte der Jugendarbeit

„Unite in diversity” war eine vom Verein NaturKultur (www.naturkultur.eu) organisierte Studienreise vom 27. März bis zum 1. April 2017 im Norddeutschen Raum, an denen Repräsentanten und Repräsentantinnen und Jugendarbeiter und Jugendarbeiterinnen verschiedener Jugendorganisationen und Jugendzentren aus England, Rumänien, Italien, Niederlande, Spanien, Kroatien und Deutschland teilnahmen. Ziel dieser Studienreise war es, zu schauen wie Jugendhilfe in Deutschland funktioniert und sich Best-Practise- Projekte anzuschauen, die Europa und europäische Themen in ihre Arbeit integrieren. Die Teilnehmenden der Studienreise besuchten das Servicebureau für Jugendinformation Bremen, EuropaPunktBremen, die Bahnhofsmission, das Neurologische Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche in Bremen- Lesum, das Jugendzentrum Alte Eichen e.V. in Huchting, Mobile Betreuung Bremen (MOB), Vasudeva e.V. im Kreativlabor Oldenburg, Europe Direct Oldenburg, Repräsentanten des Jugendmigrationsdienstes Oldenburg, Amnesty International und IBIS Interkulturelle Arbeitsstelle e.V.. Die Teilnehmenden konnten sich ein Bild davon machen, wie Vereine und Institutionen im Norddeutschen Raum nicht nur Europa in ihre Arbeit „einbringen“, sondern auch benachteiligte Jugendliche integrieren.

Diese Studienreise diente dazu, das Gelernte direkt in die Tat umzusetzen. Im Juli findet hierzu eine Jugendbegegnung in Newcastle upon Type (England) statt, bei denen 40 Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren mit und ohne Benachteiligungen zusammen kommen, um über die Gründungsprinzipien Europas zu diskutieren. Die Jugendlichen werden dann im Oktober auch nach Deutschland reisen, wo das Thema Europa im Alltag bezüglich Flüchtlingskrise und Brexit im Mittelpunkt stehen wird.

Das Projekt „Unite in Diversity“ wird von der deutschen Nationalagentur „Jugend für Europa“ durch das Programm ERASMUS+ gefördert.

Für die Jugendbegegnung in Newcastle, welche vom 27.07.-06.08.2017 stattfinden wird, kann man sich bis zum 20. Mai anmelden. Die Anmeldeunterlagen und weitere Infos können unter info@naturkultur.eu angefordert werden.

 

Das Rahmenprogramm ERASMUS+ (2014-2020)

EU-Förderprogramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (2014-2020)

Gesamtbudget: 14,8 Mrd. EURO; davon ca. 1,4 Mrd. EURO für für Projekte im Bereich des nicht formalen und informellen Lernens

Teilnahmeberechtigte Länder: 34 Programmländer sowie „Partnerländer der Welt“

Hier: Mobilitätsmaßnahmen (Studienreise) für Fachkräfte der Jugendarbeit

Leitaktion 1: "Lernmobilität von Einzelpersonen" - Oberstes Ziel: Qualitätsentwicklung in der Jugendarbeit

Gesamtdauer pro Projekt/ Vorhaben: Zwei Tage bis zwei Monate


Internationale Schülerbegegnung am Copernicus-Gymnasium in Löningen

Über 40 Schülerinnen und Schüler aus fünf Nationen waren vom 21. – 27.01.2017 im Rahmen eines Projektmeetings zu Gast am Copernicus-Gymnasium in Lönigen. Es war das fünfte von insgesamt sechs Treffen mit Partnerschulen aus Finnland, Italien, Lettland, den Niederlanden und Spanien unter dem Motto „Home and tomorrow: Tell me your story - Let’s share our dreams!“

Die Schülerinnen und Schüler kamen im Rahmen von Arbeitsgruppen zusammen und tauschten sich über die Flüchtlingssituation seit 2015 in ihrem jeweiligen Heimatland aus.

Besonders hervorzuheben bei diesem integrativen Projekt ist die Kooperation mit lokalen Grundschulen und einer benachbarten Hauptschule in Löningen.

33 Schülerinnen und Schüler (aus acht verschiedenen Herkunftsländern) aus den Sprachfördergruppen der Grundschulen waren eingeladen, um sich im Rahmen einiger Workshops gestalterisch zu betätigen und um sich so an einem wichtigen, internationalen Projekt mit Unterstützung „der Großen“ zu beteiligen.

Besonders bewegend waren die Vorträge von zwei Jugendlichen der benachbarten Hauptschule, die im Rahmen eines Workshops über ihre Flucht aus den Heimatländern Syrien und Afghanistan und ihre Ankunft und das neue Leben im südoldenburgischen Hasetal berichteten.

Für alle Beteiligten war es eine beeindruckende Woche mit einem außergewöhnlichen Projekt, in dem Integration groß geschrieben wird.

 

Ausführliche Informationen zu diesem Projekt sind auf der Website des Copernicus-Gymnasiums zu finden: http://cgl-online.de/index.php?option=com_content&view=article&id=609:erasmus-treffen-februar-2017&catid=94&Itemid=367

 

Das Rahmenprogramm ERASMUS+ (2014-2020)

EU-Förderprogramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (2014-2020)

Gesamtbudget: 14,8 Mrd. EURO; davon 1,3 Mrd. EURO für den Bildungsbereich.

Teilnahmeberechtigte Länder: 34 Programmländer sowie „Partnerländer der Welt“

Hier: Förderung im Bereich der Schulbildung

Leitaktion 2: Strategische Schulpartnerschaften: Bilaterale oder multilaterale Partnerschaften zu einem selbst gewählten Thema, an denen ausschließlich Schulen beteiligt sind.

Gesamtdauer pro Projekt 2-3 Jahre