Europäisches Solidaritätskorps

Im Dezember 2016 hat die Europäische Kommission den Startschuss für das Europäische Solidaritätskorps gegeben. Junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren können an breit gefächerten Solidaritätsprojekten teilnehmen, die Herausforderungen in der gesamten EU angehen. So können die Jugendlichen zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn nicht nur wertvolle Erfahrungen sammeln und wichtige Kompetenzen erwerben, sondern auch einen der Grundwerte der Europäischen Union, die Solidarität, fördern und stärken.

Weitere Infos zum ESK sind unter folgendem Link abrufbar: http://europa.eu/youth/solidarity_de

Europäisches Solidaritätskorps - der einfache Einstieg …

Registrierung

Um Teil des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) zu werden, legt ihr euch ganz einfach ein Profil auf http://europa.eu/youth/solidarity_de an. Dort findet ihr auch ein Informationsvideo zur Registrierung.

Es handelt es sich um die Website des Europäischen Jugendportals, welches wie ein soziales Netzwerk für Freiwillige und Organisationen funktioniert.

In eurem Profil könnt ihr bspw. angeben, dass ihr vorwiegend an Projekten im Mittelmeerraum interessiert seid und im Bereich Kinderbetreuung tätig werden möchtet.

Nach der Registrierung können euch Organisationen, die freie Stellen in einem Projekt zu vergeben haben, anschreiben und euch ihre Angebote vorstellen.

Alles ganz unverbindlich! Ihr entscheidet selbst, ob und auf welche der Projekte ihr euch bewerbt.

Wir haben es selbst getestet und seit der Anmeldung interessante Projektangebote zugeschickt bekommen.

Das Image Video zum ESK: https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=mvhX4XpIBKo

 

Bewerbungsvoraussetzungen

Wer kann sich bewerben: Jugendliche zwischen 17 und 30 Jahren

Staatsangehörigkeit: EU-Staatsangehörigkeit oder rechtmäßiger Aufenthalt in der EU oder Staatsangehörige aus einem der folgenden Länder: Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien.

Projekte: unterschieden wird zwischen Freiwilligen- und Beschäftigungsprojekten
(Letzteres bezieht sich auf Arbeits-, Praktikums- und Ausbildungsplätze)

Projektbereiche: Projekte in Natur und Umwelt, mit Kindern und Jugendlichen, älteren Menschen oder Obdachlosen, aber auch bspw. Projekte im Bildungs- und Kulturbereich

Projektdauer: zwischen zwei und zwölf Monaten.

Projektorte: in der Regel in den EU-Ländern

Gebühren: Keine Teilnahmegebühren!

Nachrichten und Informationen zum Europäischen Solidaritätskorps:

Das Europäische Solidaritätskorps (ESK) – Neue Möglichkeiten für Organisationen

Seit kurzem steht sie fest, die erste Antragsfrist des Europäischen Solidaritätskorps (ESK). Diese ist am 16. Oktober 2018. Organisationen können bis zu diesem Datum Anträge für ihre europäischen Projekte einreichen. Aber wer ist überhaupt berechtigt Gelder des ESKs zu beantragen, und welche Arten von Projekten gibt es? Ein kurzer Überblick:

Wer kann ESK-Fördermittel beantragen?

Das ESK hat bis 2020 ein Gesamtbudget von 375 Mio. Euro. Dafür stehen alleine für Deutschland 4,5 Mio. Euro zur Verfügung. Beantragt werden können Gelder von NGOs, gemeinnützigen Organisationen, Verbänden, Bildungseinrichtungen aber auch kommerzielle Eirichtungen, die sich dem Grundsatz der sozialen Verantwortung verpflichtet haben, sowie engagierten Jugendgruppen.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Das Spektrum der förderwürdigen Projekte im ESK ist groß und wurde im Vergleich zum vorherigen Europäischen Freiwilligendienst (EFD) deutlich erweitert. Die unterschiedlichen Projektarten:

Freiwilligenprojekte:

Klassische Freiwilligendienste für individuellen Volleinsatz in gemeinnützigen Projekten. Dauer: 2 bis 12 Monate

Freiwilligenteams:

Gruppen von jungen Menschen, die sich gemeinsam in akkreditierten Einrichtungen für einen kurzen Zeitraum engagieren. Insgesamt 10 bis maximal 40 Jugendliche.
Dauer: 2 Wochen bis 2 Monate.

Partnerschaften für Freiwilligentätigkeiten

Erfahrene Organisationen können sich für einen Rahmenvertrag für Freiwilligenprojekte bewerben, der kombiniert mit jährlichen Budgetanträgen ist. Es gibt so die Möglichkeit einen Rahmenvertrag für die gesamte Programmlaufzeit zu beantragen.

Praktika

Praktikumseinsätze im Solidaritätsbereich, die von den jeweiligen Organisationen vergütet werden. Die Förderung bezieht sich auf Reise-, Unterkunfts- und Versicherungskosten. Dauer: 2 bis 6 Monate.

Arbeitsstellen

Vollzeittätigkeiten mit Solidaritätsbezug, um jungen Menschen berufsrelevante Kompetenzen zu vermitteln. Die Vergütung erfolgt durch die jeweilige Organisation. Gefördert werden Reise- und Unterkunftskosten, sowie die Koordinierung und Begleitung der Organisation.
Dauer: 3 bis 12 Monate.

Beantragung und Beratung

Das ESK wird in Deutschland durch die zuständige Nationalagentur „Jugend für Europa“ betreut. Solidaritätsprojekte im Rahmen des ESK werden direkt bei „Jugend für Europa“ beantragt. Diese stehen auch für Beratungen zu den jeweiligen Projekten zur Verfügung.

Weitere Informationen, wie die offiziellen Programmrichtlinien, sind unter www.solidaritaetskorps.de oder auf der Website der Nationalagentur www.jugendfuereuropa.de zu finden.

Erste Projektvorschläge für das Europäische Solidaritätskorps können eingereicht werden

Die Europäische Kommission hat dazu aufgerufen Ideen für Projekte im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps einzureichen. Es ist die erste von mehreren Aufforderungen, die bis Ende 2020 insgesamt 100.000 jungen Menschen die Teilnahme am ESK ermöglichen soll.
Auch das Spektrum der möglichen Projekte wurde erweitert. Neben Praktika, Arbeitsstellen und Freiwilligenprojekten sind auch Projekte für Freiwilligenteams, Partnerschaften und Solidaritätsprojekte von informellen Jugendgruppen möglich.
Die erste Antragsfrist endet am 16. Oktober 2018.
Die Beantragungen für die Aktivitäten erfolgen dezentral über die jeweiligen nationalen Agenturen. „Jugend für Europa“ ist Nationalagentur für Deutschland. Mehr dazu auf https://www.jugendfuereuropa.de/news/10686-startschuss-gefallen-eu-kommission-ver-ffentlicht-leitfaden-und-antragsformulare-zum-europ-ischen-solidarit-tskorps/

Das Europäische Solidaritätskorps erhält festes Budget und Rechtsrahmen

Das Europäische Parlament und der Rat haben sich über den Vorschlag der EU-Kommission geeinigt, das Europäische Solidaritätskorps (ESK) bis 2020 mit einem eigenen Rechtsrahmen und Budget auszustatten. Insgesamt beträgt das ESK-Budget nun 375,6 Mio. Euro. Dadurch soll das Ziel, bis Ende 2020 ca. 100.000 jungen Menschen im Rahmen des ESK zu vermitteln, eingehalten werden. Für die Periode nach 2020 hat die Kommission bereits am 11. Juni 2018 vorgeschlagen das ESK mit Mitteln von 1,26 Mrd. Euro auszustatten, um so 350.000 Solidaritätsstellen zu ermöglichen. Den ausführlichen Text der Europäischen Kommission dazu finden Sie unter: https://ec.europa.eu/germany/news/20180627-parlament-rat-europaeisches-solidaritaetskorps_de

„Die erste Freiwillige“ – das Europäische Solidaritätskorps (ESK) aus Sicht der ersten Teilnehmerin

„Das ESK verkörpert voll und ganz, was wir als Europäer jetzt brauchen: mehr Beteiligung und Zusammenarbeit bei gemeinsamen Herausforderungen, sei es bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Migranten oder bei der Bewältigung anderer sozialer Probleme.“ Manon Levrey über den Europäischen Solidaritätskorps.

Manon Levrey war die erste Jugendliche, die im Rahmen des ESK entsendet wurde. Seht euch ihre Story und Meinung in diesem Video an: https://www.youtube.com/watch?v=KNk0QN2rxAc&t=40s

Abstimmung zum Europäischen Solidaritätskorps

Nächste Woche wird über „das neue EU-Jugendprogramm - Europäisches Solidaritätskorps (ESK)“ abgestimmt. Genau gesagt wird „CULT“, der Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments, über den Bericht von Dr. Trüpel (MdEP) zum ESK abstimmen. Falls die Abstimmung positiv ausfällt ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung des neuen EU-Jugendprogramms getan.

Es besteht die Möglichkeit an einer Diskussionsveranstaltung mit Dr. Trüpel teilzunehmen. Die Veranstaltung findet Montag den 26.2.2018 von 17:00 bis 18:00 Uhr im Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Berlin statt. Die Anmeldung läuft bis zum 23.2.18. Dazu mehr auf https://www.jugendpolitikineuropa.de/beitrag/26-februar-dialog-mit-helga-truepel-berichterstatterin-des-europaeischen-parlaments-zum-europaeischen-solidaritaetskorps.10622/.